Bewegung – aktiv bleiben, gesund leben

Bewegung gehört zum Leben – und ist eine der fünf Säulen der Kneipp-Therapie. Doch dabei geht es nicht um Höchstleistungen, sondern um das, was unserem Körper und Geist gut tut. Regelmäßige, natürliche Bewegung unterstützt Kreislauf, Stoffwechsel und Immunsystem, stärkt Muskeln, Gelenke und Knochen – und wirkt wie Balsam auf unsere Seele.

Sebastian Kneipp war überzeugt: „Bewegung kann fast alles ersetzen – aber nichts kann die Bewegung ersetzen.“

Im Kneipp’schen Sinn bedeutet Bewegung vor allem: bewusst, regelmäßig und maßvoll aktiv sein. Dazu gehört Gehen, Wandern, Radfahren, Schwimmen oder Gartenarbeit – also Aktivitäten, die sich gut in den Alltag einbauen lassen und Freude machen. Bewegung an der frischen Luft – idealerweise in der Natur – bringt nicht nur den Kreislauf in Schwung, sondern auch die Gedanken zur Ruhe.

Bewegung wirkt:

  • regulierend auf das Herz-Kreislauf-System

  • unterstützend für das Immunsystem

  • entspannend bei Stress und innerer Unruhe

  • stabilisierend für Haltung und Beweglichkeit

  • aufhellend bei Stimmungstiefs

Taulaufen und Schneegehen

Barfußgehen gehört zu den ältesten Formen der Bewegung – und ist im Kneipp’schen Sinne eine wohltuende Anwendung mit vielen positiven Effekten. Beim Taulaufen bewegen Sie sich barfuß durch taunasses Gras, beim Schneegehen barfuß durch frischen, weichen Schnee. Das klingt vielleicht ungewohnt, wirkt aber belebend, durchblutungsfördernd und kräftigend.

Regelmäßig durchgeführt, stärken Taulaufen und Schneegehen:

  • die Durchblutung von Füßen und Unterschenkeln

  • die Venenfunktion und Muskulatur der Beine

  • die Wärmeregulation des Körpers

  • das Immunsystem durch einen sanften Kältereiz

  • die innere Balance: morgens aktivierend, abends beruhigend

Auch bei chronischen Kopfschmerzen kann die Anwendung lindernd wirken.
Pfarrer Kneipp selbst empfahl sie als einfache Möglichkeit, Körper und Geist in Schwung zu bringen – ganz ohne Aufwand, direkt vor der Haustür.

So funktioniert Taulaufen oder Schneegehen:

  1. Wärme vorbereiten: Die Füße sollten unbedingt warm sein – z. B. direkt nach dem Aufstehen oder nach Bewegung.
  2. Barfuß losgehen: Laufen Sie langsam und achtsam durchs taunasse Gras oder frischen Schnee.
  3. Dauer beachten:
    • Taulaufen: Bis zu 5 Minuten, abbrechen bei schneidendem Kältegefühl.
    • Schneegehen: Max. 30 Sekunden reichen oft schon – länger nur bei Erfahrung und guter Vorbereitung.
  4. Nicht abtrocknen: Ziehen Sie direkt danach warme Socken an und bewegen Sie Ihre Füße aktiv – z. B. durch Fußgymnastik oder Gehen.

Wichtig:

  • Nicht anwenden bei akuten Harnwegsinfekten, Reizungen des Ischias-Nervs oder während der Regelblutung.
  • Menschen mit Diabetes oder Durchblutungsstörungen sollten auf diese Anwendung verzichten.
  • Achten Sie bei Schnee auf gute Bodenhaftung und vermeiden Sie spitze Eiskristalle oder scharfen Schneeharsch.

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