1973/1974
Es hat geklappt: Blitzstart für den Kneipp-Verein, der sich bald schon als tragfähiges Fundament für die städtischen Pläne erweisen sollte. Genau 112 Interessenten tragen sich als Gründungsmitglieder ein. Zum Gründungsvorsitzenden wird der Bundestagsabgeordnete Rechtsanwalt Dr. Stefan Dittrich gewählt. Kurdirektor Ludwig Burghardt aus Bad Wörishofen sagt mit Nachdruck, die ganze Stadt müsse vom Geiste Sebastian Kneipps erfasst werden und die geistige Leistung sich mit der privaten Initiative paaren. Wenn die Kötztinger diese Arbeit als echte Aufgabe sehen, glaube er, garanatieren zu können, dass sich den Verlusten auf kommunalpolitischer Ebene nicht nachzutrauern brauchen. Staatssekretär Kiesl versichert in der Fernsehsendung "jetzt red´i " den Kötztingern für Ihren Kneippkurort weitgehende Unterstützung aller staatlichen Stellen. Damit Kötzting beim Kneippen keine kalten Füße bekommt, ergeht die Einladung an die Bevölkerung, nach Kräften mitzumachen. Die Weichen sind gestellt. Die Bemühungen um einen Badearzt werden verstärkt. Dr. Dittrich bittet Emil Zeuner, mit seinen Erfahrungen, seinem Alter und seiner Persönlichkeit den Kneippgedanken in die Bevölkerung zu tragen.
1976
Zunächst gibt es weder Geld noch eine Patentlösung, aber doch viel Wohlwollen. Hohe Ministerialbeamte signalisieren bei ihrem Besuch in Kötzting die übereinstimmende Meinung der zuständigen Ämter dem armen Kötzting müsse geholfen werden. Und wieder war es Dr. Dittrich, der an die Kötztinger appellierte, in den Bemühungen um den Kneippkurort nicht nachzulassen. Wir müssen dieses Ziel erreichen, anderenfalls wird Kötzting nie aus dem Status einer kleinen Provinzstadt herauskommen.
1983
Der Kneipp-Verein kann sein zehnjähriges Bestehen feiern. Später wird als Jubiläumsjahr 1974 angenommen, weil die Mitglieder nicht ab Dezember 1973, sondern ab Juli 1974 geführt werden was auch erklärt, warum erst 1999 das 25jährige Bestehen gefeiert wird. Albert Gilch, zum Nachfolger des aus gesundheitlichen Gründen zurückgetretenen Dr. Stefan Dittrich gewählt, bemüht sich, die räumlichen Verhältnisse im Untergeschoss des Hallenbades kurgerecht zu verbessern. In diesem Zusammenhang kommt es zu Überlegungen, wo in anderen Gebäuden optimale Räumlichkeiten zur Verfügung stünden. Stadt- und Kreisrat Josef Karg denkt an das alte Krankenhaus. Im Rahmen der 900-Jahr-Feier bot sich auch das kleine Kneipp-Jubiläum an. In der Hauptversammlung vom Februar 1986 schätzte sich Bürgermeiste Karl Seidl glücklich, beobachten zu können, wie der Kneipp-Geist in Kötzting um sich greift. Eine wichtige Aufgabe kommt der Gastronomie zu. Der Vorsitzende Albert Gilch lässt nicht locker. Die Kötztinger müssen sich der Herausforderung stellen und an einem Strang ziehen, nicht bloß daran hängen!
1985
Bei den vielen großen Zielen lässt der Kneipp-Verein seine Vereinsarbeit nicht unbeachtet. Es gibt Vorträge und Seminare, sogar eine ganze Gesundheitswoche, praktische Anleitungen, Ausstellungen und Diskussionen. Kötzting wird Sitz einer Klinik für Traditionelle Chinesische Medizin. Zwei Rehabilitationskliniken lassen sich nieder. Wagemutige Übergewichtige lernen bei Josef Budweiser Abnehmen aber mit Vernunft. Fast täglich gibt es neuen Offerten für gesundheitsförderliche Maßnahmen. Die verschiedenen examinierten Ausbildungsleiterinnen werden gut angenommen. Der Kneipp-Verein reiht sich in den Kreis der besonders aktiven Vereine ein, immer auf optimale Koexistenz bedacht. Die Wassergymnastik erweist sich als nasser Weg zum Wohlbefinden. Das Refugium für Mediation und Yoga von Heidemarie Krieglstein bereichert den Gesundheits-Standort Kötzting. In Kneipp-Hotels und Ferienhäusern entstehen moderne Kneippanlagen.
1992
Die Einweihung des Kurparks am letzten Wochenende im Juni wird ein Fest für die ganze Stadt. Nur einer fehlte der Bezirkstagspräsident Alfred Spitzner, dessen Lebensaufgabe der Kneipp-Zweckverband war. Der Freund der Kötztinger durfte ihren großen Tag nicht miterleben. Er starb drei Jahre nach dem ersten Spatenstich, den er 1989 ausgeführt hatte.
1993
Wieder geht es einen wichtigen Schritt voran. Dr. Elisabeth Lerche wird von den Bürgermeistern Theo Zellner und Wolfgang Ludwig als erste Kurärztin begrüßt. Inzwischen hat sie mit Dr. Claudia Stahl, Dr. Martin Schloßbauer und Dr. Heike Ondr Verstärkung bekommen. Kneipp-Kurbetriebe haben einem dringenden Bedarf nachgeholfen. Kur und Kultur ergänzen sich sinnvoll. Aktionstage werden gut angenommen.
1995
Bei sengender Hitze verschafft sich die Bäderkommission des bayerischen Innnenministeriums einen Eindruck vom Luftkurort Kötzting, der die Verleihung des Prädikats Kneippkurort beantragt hat. Das Ziel ist in greifbare Nähe gerückt. Das Hotel am Steinbachtal wird erster anerkannter Kneippkur-Betrieb. Der Vorsitzende des Fachausschusses überbringt die Anerkennungsplakete.
Geschafft: Der 14. Dezember 1996 wird als großer Tag in die Geschichte Kötztings eingehen. Der zuständige Fachausschuss entscheidet über den Antrag auf Anerkennung als Kneippkurort positiv. Die Stadt ist damit der achte Kneippkurort Bayerns und der erste Ostbayerns. Bürgermeister Theo Zellner ist überzeugt, dass Kötzting das wichtigste Ziel seit der Gebietsreform erreicht hat. Freude und Feiern ist angesagt.
1997
Die Entwicklung geht langsam voran, aber sie geht voran. Und die Kötztinger setzen neue Zeichen. Der Ehrenvorsitzende des Kneipp-Vereins Albert Gilch unterstützt die Aktivitäten auf seine Weise. Erlässt an die Bänke im Kurpark kleine Schilder mit Kneipp-Sprüchen befestigen und setzt mit der Kneipp-Büste ein Zeichen. Sie wird am 100. Todestag von Pfarrer Kneipp eingeweiht. Ein Foto-Wettbewerb beschäftigt sich mit Wasser pur und veredelt, mit Kneipp und Kneippen. Albert Gilch will mit Probebohrungen auf Wasser mit Heilwirkung stoßen. Seine Verdienste um die Kneippsache veranlasst Bürgermeister und Stadträte, ihm die Bürgermedallie zu verleihen, mit der auch Bezirkstagspräsident Hans Bradl und Abteilungsdirektor a. D. Franz Zimmermann ausgezeichnet werden.
1999
Der Gedanke von Pfarrer Sebastian Kneipp ist zur Zukunft unserer Stadt geworden. Zum Jubiläum des Vereins können 82 Gründungsmmitglieder ausgezeichnet werden. Sie erhalten in einem Festakt die Dankesurkunde, eine Anstecknadel und ein kleines Präsent. Die Aufbauarbeit geht weiter, die Zahl der Kurgäste wächst langsam, aber stetig. Kneippen auf dem Bauernhof ist ein neuer Service. Das Angebot der Kneipp-Terrainwege findet immer mehr Beachtung. Diplom-Sportlehrer Udo Jeschke ist federführend. Aber nicht nur auf diesem Wegen, sondern auch auf allen anderen geht es mit dem Kneippkurort aufwärts und vorwärts. Die Kurverwaltung und Touristinformation leistet mit Josef Barth und seinem Team hervorragende Arbeit. Ihr ist der Aufschwung zur Touristik-Metropole und Gesundheitsstadt Kötzting in erheblichem Maße zu verdanken, gleichermaßen dem Landesvorsitzenden Willi Ludwig., einem besonderen Freund der Kötztinger. Heute besteht Einigkeit darüber Pfarrer Kneipp hätte seine Freude an Kötzting, wo jetzt begonnen wurde, die Kneipp´sche Lehre auch in den Kindergärten und Schulen zu tragen.
2004
Im September fand das 1. Kneipp- und Gesundheitsfestival im Kurpark statt.
Der Kindergarten Heilig Geist wird am 27.09 offiziell zum Kneippkindergarten ernannt. Willi Ludwig, Vorsitzender des Kneipp-Landesverbandes Bayern, überreichte die Urkunde an Kindergartenleiterin Rita Tressl. Im Rahmen einer Feierstunde im Kindergarten wurde im Beisein von Kindern, Eltern, Erzieherinnen, Bürgermeister Wolfgang Ludwig und Kneippvereinsvorsitzenden Dr. Hans-Wolfgang Dittrich die Auszeichnung übergeben.
07.12.2005
Kötzting erhält das Prädikat Keippheilbad vom Bay. Fachausschuss zur Anerkennung von Erholungsorten, Kurorten und Heilbrunnen
Die Vorstände
Gründungsvorstand
| 1. Vorsitzender Dr. Stefan Dittrich |
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2. Vorsitzender Albert Gilch |
Gründungsmitglieder |
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Schriftführerin Renate Serwuschok |
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| Schatzmeister Ferdinand Maimer |
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Beiräte |
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1982
1. Vorsitzender Albert Gilch
2. Vorsitzender Renate Serwuschok
Schriftführerin Renate Serwuschok
Schatzmeister Josef Budweiser
1990
1. Vorsitzende Renate Serwuschok
2. Vorsitzender Josef Schwarz
Schriftführer Phillip Maimer
Schatzmeister Josef Budweiser
1998
1. Vorsitzende Renate Serwuschok
2. Vorsitzender Josef Schwarz
Schriftführer Phillip Maimer
Schatzmeister Josef Budweiser
1986
1. Vorsitzender Albert Gilch
2. Vorsitzender Josef Schwarz
Schriftführerin Renate Serwuschok
Schatzmeister Josef Budweiser
1994
1. Vorsitzende Renate Serwuschok
2. Vorsitzender Josef Schwarz
Schriftführer Phillip Maimer
Schatzmeister Josef Budweiser
2001
Vorsitzender Dr. Hans-Wolfgang Dittrich
Stellv. Vorsitzender Helmut Zimmermann
Stellv. Vorsitzende Margit Breu
Geschäftsführer Josef Budweiser
Schatzmeister Werner Hartl
Schriftführerin Beate Fischer
Kneipptherapeutin Martina Winter
2005
Vorsitzender Dr. Hans-Wolfgang Dittrich
Stellv. Vorsitzender Helmut Zimmermann
Stellv. Vorsitzende Margit Breu
Geschäftsführer Josef Budweiser
Schatzmeister Werner Hartl
Kneipptherapeutin Martina Winter
Jugendleiterin Bettina Pritzl
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2007
Vorsitzender Josef Budweiser
Stellv. Vorsitzende und Schriftführerin ab 25.11.2008 Bettina Pritzl
Schatzmeister Werner Hartl
Schriftführerin Claudia Weber bis 25.11.2008
Jugendleiterin Brigitte Semmelbauer
Kneipptherapeutin Martina Winter
Organisationsleiterin Susi Begerl ab 25.11.2008
2009
Vorsitzender Josef Budweiser
Stellv. Vorsitzender Hans Multerer
Stellv. Vorsitzende Ruth Lehmeier
Schatzmeister Werner Hartl
Schriftführerin Bettina Pritzl
Jugendleiterin Susi Begerl
Organisationsleiterin Inge Hartl
Kneipptherapeutin Martina Winter
Beiräte
Bürgermeister Wolfgang Ludwig
Kurarzt Dr. Martin Schloßbauer
Kurärztin Dr. Heike Ondr
Kurdirektor Josef Barth
Herbert Heindl (Kurverwaltung)
Günther Hoffmann (Stadtrat)
Peter Weber
Martin Brandl
Heinz Lautenschläger
2011
Vorsitzende Carolin Costa
Stellv. Vorsitzende und technishe Leiterin Bettina Pritzl
Schatzmeisterin Inge Hartl
Zweite Schatzmeisterin Ruth Lehmeier
Schriftführerin und Mitgliederverwaltung Ute Schwenneker
Kneipptherapeut Hans Multerer
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